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Die Überraschungskatze

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Unsere spanischen Tierschutzfreunde baten uns um die Aufnahme eines Katers, ca. ein halbes Jahr alt. Ein wunderschöner Kerl, ein weißer Kater mit rotem Schwanz und rote "Flämmchen" im langem Fell. Und wunderschöne blaue Augen. Er würde schnell ein Zuhause finden, zumal die Charakterbeschreibung nur positiv war- ein Dauerschmuser und Dauerschnurrer! Kaum war er in der Giessener Zeitung vorgestellt worden, meldete sich eine Familie aus Lollar, die von uns schon eine Katze hatte. Toll, da wird er einen guten Platz bekommen! Er sollte auch am Ankunftstag gleich abgeholt werden. So nahm ich ihn mit ins Haus, damit er seine neuen Menschen nicht aus dem Transportkäfig aus kennen lernen musste. Aus der Box stieg majestätisch ein wunderschöner Kater! Schnurrte, gab Köpfchen und fühlte sich sofort wie Zuhause. Nach der langen Reise bot ich ihm Futter an! Und dann passierte es! Aus dem Schmusetier wurde in sekundenschnelle ein "Monster"! Jedes Haar stand von seinem Körper ab, er hatte einen Schwanz wie eine Klobürste, die Ohren lagen am Kopf- er war zum Angriff bereit! Tiefe, grollende Töne gab er von sich, unterbrochen

von einem beängstigenden Zischen und "Spucken"! Ich hatte verstanden und nahm gebührenden Abstand! Das kleine Ungeheuer überholte mich und setzte sich mitten auf die Treppe! Für mich keine Chance, nach unten zu gelangen. "Der ist verrückt geworden"- mehr konnte ich nicht mehr sagen. Und gleich sollte seine neue Familie kommen! Nachdem ich meine Gedanken sortiert hatte, nahm ich Trockenfutter in die Hand und ließ es die Treppe hinunter kullern. Kater hinterher! Und irgendwann hatte ich ihn wieder in der Küche. Er ließ den Blick nicht von mir- jederzeit bereit, sich bis aufs Blut zu verteidigen. Also wirklich, sagte ich zu mir, das ist ein Katzenkind und ich ein Mensch mit jahrzehntelanger Erfahrung mit Katzen. Diese Blamage konnte ich nicht verkraften! Transportkorb auf den Küchentisch- Kater mit einem Überraschunggriff im Nacken- und schwups war er in der Box. Gerade rechtzeitig, denn sein neues Frauchen kam ins Haus. Kleinlaut sagte ich: "Frau P. , der Kater ist momentan völlig durch den Wind. Er läßt sich nicht anfassen und ist mürrisch. Haben Sie Geduld mit ihm! Das ist bestimmt der Stress der Reise!" Was soll ich sagen. Die Reise war schon lange vergessen, aber der Kater weiterhin in Stinkstiefel! Die katzenerfahrene Familie hatte viel Geduld- wenn auch manchmal der Gedanke kam, ihn an uns zurück zu geben. Die Geduld hat sich ausgezahlt. Bam Bam, wie er inzwischen getauft wurde, ist ein Schmuser geworden. Er verträgt sich mit den anderen Katzen und ist ein super Typ! Wir sagen Familie P. ein großes Danke für ihr Mühe! Ende gut , alles gut!
www.tieroase-heuchelheim.info
Wir danken Frau P. für die, fürs Web bearbeiteten, schönen Fotos! 

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