Hüftdysplasie

Eine Hüftgelenksdysplsie, kurz HD, kann angeboren , oder durch Unfälle erworben sein. Großrassige Hunde leiden mehr darunter, als ihre kleinwüchsigen Kollegen oder robuste Mischlinge. Es sind in den meisten Fälle stark schmerzhafte Prozesse, die unbedingt behandelt werden müssen. Besonders bewegungsfreudige Hunde leiden sehr unter diesen Einschränkungen. Die Schmerzen können den Tieren das Leben zur Hölle und sie aggressiv und unberechenbar machen.

 

In den meisten Fällen einer Hüftgelenkserkrankung passt der Hüftgelenkskopf am Oberschenkelknochen nicht mehr in die Beckenpfanne.

Die Behandlung kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen.

Zunächst ist Ihr Tierarzt Ihr Ansprechpartner! Mittel aus der menschlichen Hausapotheke oder gut gemeinte Ratschläge von Freunden oder gar "Quaksalbern" sollten Sie erst gar nicht anwenden oder anhören. Menschliche Präparate können bei Tieren schwere Nebenwirkungen hervorrufen!
Die bei Leistungssportlern verrufene Anabolika stärken jedoch bei dem Hund die Muskulatur und können Linderung bringen.
Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden, die das kranke Gelenk korrigieren und stabilisieren.


Wie bei Menschen auch, kann man dem Hund ein künstliches Hüftgelenk einsetzen. Diese Operation ist mit erheblichen, für manche Hundehalter unerschwingliche Kosten verbunden. Bei Menschen werden jährlich ca. 60 000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt.
Es gibt mittlerweile einige Tierarztpraxen und Tierkliniken, wo diese Eingriffe schon Routine geworden sind.

Die Prognose, dass so ein künstliches Gelenk ein Leben lang hält, ist beim Hund günstiger als beim Mensch. Einmal, weil der Hund auf vier Beinen läuft und sich sein Gewicht besser verteilt, zum anderen, weil die Lebenserwartung leider wesentlicher geringer ist als beim Mensch. Somit spielt der Prothesenabrieb keine so große Rolle.
Aber ein Hüftgelenkersatz ist nicht bei jedem Hund erforderlich, der an der Hüfte erkrankt ist.


Auch hier sind schwere und große Hunde mit aufwendigeren Operationen mehr betroffen, als Tiere unter einem Gewicht von 20 kg.
Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt , wie Ihrem Hund geholfen werden kann. Es gibt Operationen, bei denen sog. Entlastungsschnitte in den Weichteilen gemacht werden, die Ihrem Hund Linderung verschaffen.


Oftmals sind orale Medikamentengaben zunächst ausreichend für den Hund, um ihm ein fast beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.
Auch Bewegungstherapien sind sehr hilfreiche. Auch hier berät Sie Ihr Tierarzt, wo welche Möglichkeiten angeboten werden.
Wenn Sie einen großwüchsigen Rassehund kaufen, so bestehen Sie darauf, dass Ihnen der Züchter schriftlich belegt, dass die Tiere aus seiner Zucht frei sind von Hüftgelenkserkrankungen!

Diese sind vererbbar! Lassen Sie beim Kauf eines Rassehundes die Finger weg von dubiosen Händlern oder sog. Züchtern! Informieren Sie sich vor dem Kauf beim VDH (Verband des Deutschen Hundewesens, Sitz in Dortmund), ob es sich um einen kontrollierten Züchter handelt! Fallen Sie auf keine Schönrederei und glänzende, bunte "Ahnentafeln" herein! Papier ist geduldig! Der Grundstein für einen gesunden Hund liegt beim Züchter!


Haben Sie eine Rasse gewählt, die zu diesen Erkrankungen neigt, so sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt ab, wann der Hund geröntgt werden soll. Umso früher Sie mit einer evtl. notwendigen Therapie und Behandlung beginnen können, umso mehr Leid und Schmerz ersparen Sie sich und Ihrem Vierbeiner.

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