Kritik an der Fuchsjagd wächst

 

360757 webAm 23. Januar hat der Wildtierschutz Deutschland e.V. eine Petition gegen die Fuchswochen im Kreis Gießen sowie gegen die Fuchsjagd allgemein gestartet. Die nur vierwöchige Laufzeit der Petition endet nun am Sonntag.
https://www.openpetition.de/petition/online/verbot-der-sinnlosen-fuchsjagd-nie-mehr-fuchswochen-im-kreis-giessen
In dieser kurzen Zeit konnten rund 12.000 Unterschriften für den Schutz der Füchse gesammelt werden. Ein solches Ergebnis wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen und eine derartige Petition gegen die Fuchsjagd ist speziell im Kreis Gießen sowieso ein Novum. Diese Entwicklung sowie dieses Ergebnis zeigen deutlich, dass immer mehr Menschen sich aus unabhängigen Quellen über die Jagd informieren und erkennen, dass die von den Jägern vorgebrachten Argumente veraltet und unhaltbar sind und deren Handeln daher verwerflich, tierschutzwidrig und sogar schädlich für Natur- und Artenschutz. Anstatt des sinnlosen Tötens von Wildtieren sollten besser nachhaltige, wirklich wirksame und tierschutzgerechte Maßnahmen ergriffen werden. Die Fuchsjagd löst keine Probleme, sondern begünstigt erst die Entstehung von Problemen, wie die jahrzehntelange Jagdpraxis und die katastrophale Entwicklung im Artenschutz zeigen.

Die Gruppe um den Autor des Petitionstextes, Dipl.-Ing. (FH) Daniel Peller, hat mit wichtige Aufklärungsarbeit geleistet und den längst veralteten Argumenten für die Fuchsjagd, den zahllosen Vorurteilen und übertriebenen Ängsten gegenüber dem wichtigen Beutegreifer Fuchs immer wieder Fakten gegenübergestellt und tierschutzgerechte Alternativen aufgezeigt. Beispielsweise ist die Bekämpfung des Fuchsbandwurms effektiv und tierschutzgerecht durch Entwurmungsköder möglich, während die Jagd keinerlei positiven Effekt auf die Befallsrate von Füchsen haben kann.
Auch eine Protestaktion anlässlich der Abschlussfeier der Fuchswochen am Vereinsgelände des Jagdvereins „Hubertus Gießen und Umgebung e.V.“ hatte die Gruppe organisiert und gemeinsam mit anderen Tierschützern und Tierrechtlern den Gießener Jägern erstmals die wachsende Kritik an der Fuchsjagd persönlich und vor Ort nahegebracht.

Die Petition wird nun vom Wildtierschutz Deutschland an die folgenden Petitions-Empfänger weitergeleitet werden:
- Petitionsausschuss des Hessischen Landtages.
- Frau Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
- Frau Ursula-Hammann, Vizepräsidentin des Hessischen Landtages, Sprecherin für Naturschutz, Tierschutz und Europa.
- Frau Dr. Christiane Schmahl, Erste Kreisbeigeordnete im Landkreis Gießen.
- Herrn Dieter Mackenrodt, 1. Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Gießen u. Umgebung e.V.

Man darf auf die Stellungnahme der Empfänger gespannt sein, denn im Begleitdokument der Petition wurden schließlich die oft vorgetragenen angeblichen Gründe für die Bejagung von Füchsen anhand zahlreicher Quellen widerlegt. Eines ist aber schon jetzt allen Beteiligten Tierschützern klar: Die Fuchsjagd muss endlich verboten werden und sie werden sich von nun an regelmäßig und mit wachsendem Einsatz für den Schutz der Füchse und für einen sinnvollen Natur- und Artenschutz engagieren.

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